Warum Employer Branding mehr ist als eine Karriereseite

Employer Branding ist nicht, was du sagst – sondern was deine Mitarbeitenden erzählen

"Wir sind ein toller Arbeitgeber." – Das steht auf jeder Karriereseite.

Aber was sagen deine Mitarbeitenden? Was steht auf kununu? Was hören Bewerber, wenn sie jemanden aus deinem Team treffen?

Employer Branding entsteht nicht durch Hochglanzbilder. Es entsteht durch echte Erfahrungen.

Deine Employer Brand ist nicht, was du auf der Website schreibst. Es ist das, was deine Mitarbeitenden am Wochenende über dich erzählen.

Was Employer Branding wirklich leistet

Gutes Employer Branding macht drei Dinge:

1. Es zieht die richtigen Leute an
Nicht alle Leute. Sondern die, die zu deiner Kultur passen.

2. Es hält Menschen im Unternehmen
Wenn das Versprechen gehalten wird, bleiben sie.

3. Es macht Rekrutierung einfacher
Menschen bewerben sich, weil sie wollen – nicht weil du suchen musst.

Wo Employer Branding scheitert

Fehler 1: Versprechen, die nicht gehalten werden

"Flache Hierarchien, agiles Arbeiten, Work-Life-Balance." – Auf der Website.

Realität: Mikromanagement, starre Strukturen, ständige Überstunden.

Das Ergebnis: Enttäuschte Mitarbeitende. Schlechte Bewertungen. Hohe Fluktuation.

Falsches Employer Branding ist schlimmer als keines. Es lockt die falschen Leute an – und vergrault sie dann.

Fehler 2: Employer Branding nur für Recruiting

"Wir brauchen ein Employer Branding." – "Okay, machen wir eine Karriereseite."

Das ist zu kurz gedacht. Employer Branding beginnt beim ersten Kontakt und endet nie. Auch nicht nach der Einstellung.

Was erleben Mitarbeitende im Onboarding? Wie werden sie geführt? Wie entwickeln sie sich? Das ist Employer Branding.

Fehler 3: Alle wollen alle ansprechen

"Wir wollen junge Talente und erfahrene Profis. Kreative und Analytiker. Remote und vor Ort."

Das funktioniert nicht. Ein Employer Brand braucht Fokus. Für wen seid ihr der richtige Arbeitgeber? Und für wen nicht?

Wie man ein echtes Employer Branding aufbaut

1. Frag deine Mitarbeitenden

Nicht: "Was sollen wir auf die Website schreiben?"
Sondern: "Warum arbeitet ihr hier? Was macht uns anders?"

Typische Antworten:
• "Ich kann Fehler machen, ohne Angst zu haben."
• "Ich lerne ständig etwas Neues."
• "Meine Ideen werden gehört."

Das sind echte Stärken. Nicht erfunden, sondern gelebt.

2. Sei ehrlich über Schwächen

Kein Arbeitgeber ist perfekt. Das ist okay.

Beispiel:
"Wir sind ein junges Unternehmen. Prozesse sind noch nicht perfekt. Aber du kannst aktiv mitgestalten."

Das ist ehrlich. Und spricht genau die Leute an, die das wollen.

3. Zeige die Realität

Keine Stockfotos von lächelnden Menschen im Meeting. Sondern: Echte Mitarbeitende. Echte Situationen. Echte Geschichten.

Formate:
• "Ein Tag bei..." (Mitarbeitende zeigen ihren Alltag)
• Team-Interviews (Warum arbeiten sie hier?)
• Behind the Scenes (Wie läuft ein Projekt?)

Authentizität schlägt Perfektion. Immer.

Die wichtigsten Employer-Branding-Touchpoints

Vor der Bewerbung

• Karriereseite
• Kununu, Glassdoor
• Social Media (LinkedIn, Instagram)
• Stelleninserate

Was zählt: Klarheit. Ehrlichkeit. Einblicke.

Während des Bewerbungsprozesses

• Schnelligkeit der Rückmeldung
• Kommunikation (klar, persönlich?)
• Bewerbungsgespräch (auf Augenhöhe?)
• Absagen (wertschätzend?)

Was zählt: Wie du mit Menschen umgehst.

Nach der Einstellung

• Onboarding
• Führung
• Entwicklungsmöglichkeiten
• Feedbackkultur
• Exit-Gespräche

Was zählt: Dass Versprechen gehalten werden.

Employer Branding für KMU: Was wirklich zählt

Du brauchst kein riesiges Budget. Du brauchst Ehrlichkeit.

Fang mit diesen 3 Dingen an:

1. Karriereseite mit echten Geschichten
Nicht: "Wir sind ein tolles Team."
Sondern: "Das ist Sandra. Sie ist seit 3 Jahren bei uns. Das macht sie. Das mag sie. Das nervt sie."

2. Klare Stelleninserate
Nicht: 20 Anforderungen, kein Wort über das Team.
Sondern: Was machst du? Mit wem arbeitest du? Was lernst du?

3. Feedback von Mitarbeitenden einholen
Was läuft gut? Was nervt? Was würden sie ändern?
Und dann: Darauf reagieren.

Employer Branding messen: Was zählt?

Wie weisst du, ob dein Employer Branding funktioniert?

Quantitative Indikatoren:
• Bewerbungen pro Stelle
• Qualität der Bewerbungen
• Time-to-Hire (wie lange dauert Rekrutierung?)
• Fluktuationsrate
• Kununu-Bewertungen

Qualitative Indikatoren:
• Was sagen Mitarbeitende in Exit-Gesprächen?
• Empfehlen Mitarbeitende das Unternehmen weiter?
• Bewerben sich ehemalige Mitarbeitende wieder?

Gutes Employer Branding zeigt sich nicht in der Anzahl Bewerbungen. Sondern in der Anzahl passender Bewerbungen.

Wenn du mit uns ein Projekt realisierst

Wir helfen dir, ein Employer Branding aufzubauen, das ehrlich ist – nicht perfekt. Das heisst: Echte Stärken identifizieren, authentisch kommunizieren, die richtigen Touchpoints gestalten.

Falls du unsicher bist, wie dein Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird, beraten wir dich gerne unverbindlich.

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