Warum ein guter Markenname mehr ist als ein Wort

Ein Markenname ist nicht, was du willst – sondern was hängen bleibt

"Wir wollen einen Namen, der innovativ klingt, modern, vertrauenswürdig und international funktioniert." – Das wollen alle.

Das Problem: Ein Name allein vermittelt nichts davon. Ein Name ist ein Gefäss. Was er bedeutet, entsteht durch das, was du damit machst.

Google klingt nach nichts. Amazon ist ein Fluss. Apple ist ein Obst. Aber heute? Bedeuten sie das, was die Unternehmen daraus gemacht haben.

Was ein guter Markenname leistet

Ein guter Markenname macht drei Dinge:

1. Er ist merkbar
Du hörst ihn einmal und kannst ihn wiedergeben. Nicht weil er ausgefallen ist, sondern weil er klar ist.

2. Er ist aussprechbar
Auch wenn jemand ihn zum ersten Mal liest. Keine komplizierten Schreibweisen, keine unklaren Aussprachen.

3. Er passt zu dem, wofür du stehst
Ein Name für eine Anwaltskanzlei darf anders klingen als ein Name für ein Startup.

Wo Markennamen scheitern

Fehler 1: Zu kompliziert

"XyloTechSolutions". Wie spricht man das aus? Wie schreibt man das? Niemand weiss es.

Gute Namen sind einfach. Ikea. Lego. Zara. Keine Erklärung nötig.

Fehler 2: Zu generisch

"Swiss Quality Services". Das könnte alles sein. Und nichts.

Generische Namen verschwinden. Sie sind austauschbar.

Ein guter Name muss nicht erklären, was du machst. Aber er darf nicht klingen wie alle anderen.

Fehler 3: Keine Domain verfügbar

"Der Name ist perfekt!" – "Super, welche Domain?" – "name-schweiz-gmbh.ch"

Wenn die Domain nicht verfügbar ist (oder nur mit Zusatz), überleg nochmal. Der Name muss digital funktionieren.

Die verschiedenen Arten von Markennamen

Beschreibende Namen

Der Name sagt, was du machst.

Beispiele: General Motors, Schweizer Radio und Fernsehen, Migros
Vorteil: Sofort klar, was du machst
Nachteil: Generisch, schwer schützbar, limitiert dich

Erfundene Namen

Ein Wort, das es vorher nicht gab.

Beispiele: Google, Kodak, Xerox
Vorteil: Einzigartig, leicht schützbar, flexibel
Nachteil: Braucht Zeit, bis er bekannt wird

Metaphorische Namen

Ein Wort aus einem anderen Kontext.

Beispiele: Apple, Amazon, Nike (griechische Göttin)
Vorteil: Assoziationen, merkbar, flexibel
Nachteil: Muss gut gewählt sein, sonst wirkt's aufgesetzt

Akronyme

Buchstaben oder Abkürzungen.

Beispiele: IBM, BMW, KFC
Vorteil: Kurz, international
Nachteil: Unpersönlich, braucht Erklärung

Gründernamen

Nach einer Person benannt.

Beispiele: Mercedes-Benz, Porsche, Adidas (Adolf Dassler)
Vorteil: Persönlich, authentisch
Nachteil: Funktioniert nur, wenn der Name gut ist

Wie man einen guten Markennamen findet

1. Sammle viele Ideen

Nicht 5 Namen. Sondern 50–100.

Methoden:
• Brainstorming (allein und im Team)
• Wort-Kombinationen (z.B. "Raum" + "Zeit" = RaumZeit)
• Fremdsprachen (übersetze Schlüsselwörter)
• Namensgeneratoren (als Inspiration)

2. Filtere gnadenlos

Prüfe jeden Namen:
• Ist er aussprechbar?
• Ist er schreibbar?
• Ist die Domain verfügbar? (.ch, .com)
• Gibt es Markenrechte? (Google nach "[Name] Marke")
• Hat er negative Bedeutungen? (in anderen Sprachen)

Von 100 Namen bleiben vielleicht 5–10 übrig.

3. Teste mit echten Menschen

Sag den Namen jemandem am Telefon. Kann die Person ihn richtig aufschreiben?

Zeige den Namen jemandem. Spricht die Person ihn richtig aus?

Wenn nicht → zu kompliziert.

Ein guter Name funktioniert, wenn du ihn am Telefon sagst und die Person ihn richtig aufschreibt.

Domain-Check: Unverzichtbar

Welche Domains brauchst du?

Minimum:
• .ch (Schweiz)
• .com (international)

Idealerweise auch:
• Varianten ohne Umlaute (z.B. muellertech.ch UND mullertech.ch)
• Häufige Schreibfehler

Was tun, wenn die Domain besetzt ist?

Option 1: Anderer Name
Option 2: Kaufen (wenn möglich und bezahlbar)
Option 3: Zusatz (z.B. "get", "try", "hello") – aber das ist suboptimal

Warnung: Wenn die .com-Domain schon ein anderes Unternehmen in deiner Branche nutzt → wähl einen anderen Namen. Verwirrungsgefahr.

Markenrecht: Nicht vergessen

Bevor du dich auf einen Namen festlegst:

1. Google ihn
Gibt es schon Unternehmen mit diesem Namen? In deiner Branche?

2. Prüfe das Markenregister
In der Schweiz: swissreg.ch

3. Lass ihn prüfen
Wenn der Name wichtig ist: Markenanwalt einschalten. Kostet CHF 500–1000, spart aber später Probleme.

Wann einen Markennamen ändern?

Eine Namensänderung ist sinnvoll, wenn:

• Der Name rechtliche Probleme verursacht: Markenkonflikte
• Der Name nicht mehr passt: Du hast dich weiterentwickelt
• Der Name nicht funktioniert: Zu kompliziert, zu generisch

Eine Namensänderung ist nicht sinnvoll, wenn:

• Du gelangweilt bist
• Ein Mitbewerber einen cooleren Namen hat
• Jemand sagt "Der Name könnte moderner sein"

Namensänderungen sind aufwendig. Überleg es dir gut.

Wenn du mit uns ein Projekt realisierst

Wir helfen dir, einen Markennamen zu finden, der funktioniert: Merkbar, aussprechbar, verfügbar. Und wir prüfen Domain und Markenrechte, bevor du dich festlegst.

Falls du unsicher bist, ob dein aktueller Name noch passt, beraten wir dich gerne unverbindlich.

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