"Wir haben eine PowerPoint-Vorlage." – "Ah, toll." – Zwei Wochen später: Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Version gebaut. Die Vorlage existiert nur noch auf dem Server.
Das Problem ist immer dasselbe: Die Vorlage funktioniert mit drei Musterfolien. Aber nicht mit einer echten 40-Seiten-Präsentation.
Eine PowerPoint-Vorlage ist erst fertig, wenn sie mit echtem Content funktioniert – nicht mit Musterfolien.
Eine gute Vorlage macht drei Dinge:
1. Sie ist unsichtbar
Sie fällt nicht auf. Sie stört nicht. Sie funktioniert einfach.
2. Sie spart Zeit
Neue Folie aufmachen. Richtiges Layout wählen. Fertig. Keine manuelle Formatierung.
3. Sie schafft Konsistenz
Egal, wer die Präsentation erstellt – sie sieht gleich aus.
25 verschiedene Master-Layouts. Jedes für einen anderen Spezialfall. Das überfordert.
Das Problem: Niemand durchblickt, welches Layout wann passt.
Besser: 5–8 Layouts. Klare Namen: "Deckblatt", "Titel + Text", "Zwei Spalten", "Nur Bild", "Zitat", "Kontakt".
5 Layouts, die jeder kennt, sind besser als 25 Layouts, die niemand versteht.
Die Vorlage sieht mit dem perfekten Stock-Bild und drei Sätzen Text toll aus. Aber was passiert, wenn jemand 10 Zeilen Text auf eine Folie schreibt? Oder ein Hochformat-Bild einfügt?
Das Layout bricht zusammen.
Besser: Teste mit allem: langem Text, kurzem Text, verschiedenen Bildformaten, Tabellen, Listen.
Die Präsentation sieht auf deinem Rechner super aus. Beim Kunden: völlig andere Schriften, weil er sie nicht installiert hat.
Lösung: Schriften in die Datei einbetten (Datei → Optionen → Speichern → Schriften in Datei einbetten).
1. Deckblatt: Titel, Untertitel, Datum, Logo gross
2. Kapitelfolie: Kapiteltitel zentriert, Hintergrundfarbe
3. Titel + Text: Titel oben, Text unten. Meistgenutztes Layout.
4. Zwei Spalten: Text links, Bild rechts. Oder umgekehrt.
5. Zitat: Grosses Zitat zentriert, Quellenangabe
6. Kontakt/Abschluss: Kontaktdaten, Call-to-Action
Folientitel: 32–44pt
Fliesstext: 16–20pt (niemals kleiner!)
Captions/Notizen: 12–14pt
Faustregel: Fliesstext unter 16pt ist auf einem Bildschirm oder Beamer nicht lesbar.
Primärfarbe: Für Titel und wichtige Elemente
Sekundärfarbe: Für Grafiken und Akzente
Signalfarbe: Für Highlights (sparsam einsetzen)
Neutral: Grau, Weiss, Schwarz für Fliesstext
Faustregel: Maximal 3 Akzentfarben. Mehr wird unruhig.
Weniger Farben, mehr Klarheit. Jede zusätzliche Farbe kostet Aufmerksamkeit.
Nicht jede Folie einzeln anpassen. Sondern im Folienmaster (Ansicht → Folienmaster) die Layouts definieren.
Warum: Änderungen gelten dann automatisch für alle Folien.
Nicht "Lorem Ipsum". Echte Texte, echte Bilder, echte Zahlen.
Erstelle mindestens 20 Testfolien mit verschiedenem Content.
Textboxen sollten mitwachsen, wenn Text länger ist. Nicht: Text verschwindet, wenn die Box zu klein ist.
Einstellung: Textbox rechtsklick → Form formatieren → Text → Grösse anpassen
10 Minuten. Ohne Erklärung. Aufgabe: "Erstelle eine Projektpräsentation mit 5 Folien."
Wenn die Person fragt oder kämpft: Die Vorlage braucht noch Arbeit.
Datei → Optionen → Speichern → "Schriftarten in der Datei einbetten" ankreuzen.
Eine Vorlage ist erst gut, wenn jemand anders sie ohne Anleitung nutzen kann.
Grund: Zu niedrige Auflösung. Minimum: 1920×1080px.
Grund: Anderes Seitenformat (4:3 statt 16:9) oder fehlende Schriften.
Lösung: Seitenformat festlegen (16:9), Schriften einbetten.
Komplexe Animationen auf 100 Folien = riesige Datei, langsame Darstellung.
Lösung: Animationen sparsam einsetzen. Oder ganz weglassen.
Du brauchst eine neue Vorlage, wenn:
• Dein Branding sich geändert hat
• Präsentationen uneinheitlich aussehen
• Die alte Vorlage niemand mehr nutzt
• Du ein Rebranding gemacht hast
Du brauchst keine neue Vorlage, wenn:
• Die bestehende genutzt wird und funktioniert
• Es nur kleine Anpassungen braucht
Wir erstellen PowerPoint-Vorlagen, die im Alltag funktionieren. Wenige Layouts, klare Regeln, getestet mit echtem Content.
Falls du unsicher bist, ob deine Vorlage noch zeitgemäss ist, beraten wir dich gerne unverbindlich.

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