Stock Fotos
Wann lohnen sich Stock Fotos wirklich?
Stock Fotos funktionieren – wenn du sie nicht wie Stock Fotos aussehen lässt
Der Deal mit Stock-Bildern ist simpel: Fotografen produzieren Bilder auf Vorrat, du kaufst oder lädst sie herunter und nutzt sie. Das Problem: Das lächelnde Team im perfekt ausgeleuchteten Büro taucht auf zig anderen Websites auf.
Stock Fotos funktionieren am besten, wenn du sie nicht direkt aus der Datenbank verwendest. Schneide sie unkonventionell zu. Lege einen Farbfilter drüber, der zu deiner Marke passt. Kombiniere sie mit eigenen Grafiken oder Icons. So wirken diese Archivbilder weniger austauschbar.
Wann Stock Fotos die richtige Wahl sind
Stock Fotos sind dann richtig, wenn Zeit oder Budget knapp sind und es um allgemeine Themen geht. Ein Blogbeitrag über "Digitalisierung" braucht kein Fotoshooting – ein abstraktes Bild reicht völlig.
Auch als Platzhalter in frühen Projektphasen sind sie sinnvoll. Statt wochenlang auf eigene Fotos zu warten, kannst du mit Stock Fotos testen, wie der Auftritt wirkt.
Wo Stock Fotos scheitern
Bei Markenauftritten mit starker Identität sind Stock Fotos riskant. Eine Beratungsfirma, die Authentizität vermitteln will, verliert mit generischen Business-Bildern an Glaubwürdigkeit. Menschen merken den Unterschied zwischen echten Teamfotos und Stockfotografie-Inszenierungen auf den ersten Blick.
Auch in spezialisierten Branchen funktionieren Stock-Bilder meist nicht. Ein Zahnarzt mit einem Stock-Bild einer "Praxis", die nach Hollywood-Set aussieht, schafft keine Vertrauensbasis. Gleiches gilt für Handwerksbetriebe oder Restaurants: Zeig deine echten Räume, dein echtes Team.
Die besten Plattformen im Vergleich
Fang mit Unsplash an – oder zahl für Adobe Stock
Beginne mit Unsplash. Die Qualität ist konstant hoch, die Nutzung völlig frei – auch kommerziell. Du darfst die Bilder bearbeiten, zuschneiden, in jede Farbe tauchen. Einzige Einschränkung: Nicht auf Produkte drucken und weiterverkaufen.
Pexels ist ähnlich gut, hat etwas mehr Auswahl bei Videos. Pixabay ist die grösste kostenlose Datenbank, aber die Qualität schwankt – du findest Perlen und viel Schrott.
Wenn du nach 10 Minuten Suche nichts Brauchbares findest, wechsle zu Adobe Stock (ab CHF 30 pro Bild, oder CHF 29/Monat für 10 Bilder). Die haben mehr Auswahl und weniger Klischee-Bilder.
Getty Images lohnt sich nur, wenn Exklusivität zentral ist – kostet ab CHF 150, dafür sind die Bilder seltener im Netz zu finden.
Unser Tipp: Fang mit Unsplash an. In den meisten Fällen findest du dort, was du brauchst.
Häufige Fehler vermeiden
Der grösste Fehler: Stock Fotos roh verwenden
Der häufigste Fehler ist, Stock Fotos direkt aus der Datenbank zu verwenden, ohne sie anzupassen. Ein Farbfilter oder ein Zuschnitt, der zur Bildwelt passt, macht einen riesigen Unterschied.
Praktischer Tipp: Nutze die Google-Bildersuche rückwärts. Lade ein Stock Foto hoch und schau nach, wie oft es bereits verwendet wird. Je häufiger das Bild auftaucht, desto austauschbarer wirkt dein Auftritt.
Achte auf eine hohe Auflösung – unter 3000 Pixel Breite wird es auf grossen Bildschirmen schnell pixelig. Spar dir den Ärger.
Achtung Falle: Nicht alle Stock-Bilder sind wirklich lizenzfrei
Auch bei kostenlosen Stock Fotos musst du aufpassen. CC0 – Creative Commons Zero – bedeutet: völlig frei nutzbar, keine Namensnennung nötig, auch kommerzielle Nutzung erlaubt. Das gilt für Unsplash und Pexels.
Aber auch kostenlose Archivbilder haben Grenzen. Du darfst sie nicht auf T-Shirts drucken und verkaufen. Und wenn Personen auf dem Bild zu sehen sind, sollte ein Modelrelease vorhanden sein – sonst drohen Abmahnungen. Seriöse Plattformen kennzeichnen das.
Bei Adobe Stock und Shutterstock funktioniert es mit Royalty-Free-Lizenzen: einmal zahlen, mehrfach nutzen. Aber nicht auf Produkten weiterverkaufen – das ist tabu. Für Produkte oder sehr grosse Kampagnen brauchst du eine Extended License, die deutlich teurer ist. Prüfe die aktuellen Konditionen auf der jeweiligen Plattform.
Du darfst Stock Fotos bearbeiten – zumindest bei CC0 und Royalty-Free-Lizenzen. Farbe anpassen, zuschneiden, Filter drüberlegen – alles kein Problem.
Wenn du mit uns ein Projekt realisierst
Als Branding- und Webagentur aus Bern kennen wir die Anforderungen regionaler Unternehmen und haben Erfahrung mit nationalen Marken. Wenn du mit uns ein Projekt realisierst – ob Website, Branding oder Kommunikationsmaterial – übernehmen wir die Bildrecherche. Wir wissen, wo die guten Bilder versteckt sind, und wann sich ein eigenes Fotoshooting lohnt. Falls du unsicher bist, beraten wir dich gerne unverbindlich.

