Warum E-Mail Marketing immer noch funktioniert

E-Mail ist nicht tot – es ist der direkteste Kanal, den du hast

"E-Mail ist tot." – Das sagen Leute seit 15 Jahren. Und trotzdem: E-Mail bringt mehr ROI als Social Media, SEO oder Ads.

Warum? Weil du deine Liste besitzt. Instagram kann dein Konto sperren. Google kann deinen Algorithmus ändern. Aber deine E-Mail-Liste gehört dir.

E-Mail ist der einzige Kanal, den du wirklich kontrollierst. Alles andere ist gemietet.

Was gutes E-Mail Marketing leistet

Gutes E-Mail Marketing macht drei Dinge:

1. Es baut eine Beziehung auf
Nicht: "Kaufe jetzt!" Sondern: "Hier ist etwas, das dir hilft."

2. Es bleibt im Postfach
Social Media Posts verschwinden. E-Mails bleiben. Menschen lesen sie später.

3. Es konvertiert
E-Mail hat die höchste Conversion-Rate aller Marketing-Kanäle. Punkt.

Wo E-Mail Marketing scheitert

Fehler 1: Spam statt Service

"Kaufe jetzt! Nur heute! 50% Rabatt! Letzte Chance!"

Das ist Spam. Nicht E-Mail Marketing.

Gutes E-Mail Marketing hilft. Es informiert. Es beantwortet Fragen. Es verkauft subtil – nicht aggressiv.

Wenn deine E-Mails wie Werbung klingen, werden sie gelöscht. Wenn sie helfen, werden sie gelesen.

Fehler 2: Unregelmässig versenden

Eine E-Mail im Januar. Dann wieder eine im Mai. Dann drei Monate Pause.

Das Problem: Menschen vergessen dich. Wenn du plötzlich wieder schreibst, denken sie: "Wer ist das?"

Besser: Einmal im Monat. Regelmässig. Lieber seltener, aber zuverlässig.

Fehler 3: Keine Segmentierung

Alle bekommen dieselbe E-Mail. Egal ob Kunde, Interessent oder Partner.

Das Problem: Nicht alle brauchen dasselbe. Ein Kunde will Updates. Ein Interessent will Infos. Ein Partner will etwas anderes.

Lösung: Segmentiere deine Liste. Sende relevante Inhalte an die richtige Gruppe.

Die wichtigsten E-Mail-Typen

Newsletter

Regelmässige Updates. News, Tipps, Artikel.

Wann nutzen: Wenn du regelmässig Mehrwert liefern willst.

Willkommens-Serie

Jemand abonniert deinen Newsletter. Du schickst 3–5 E-Mails über 1–2 Wochen. Vorstellung, Mehrwert, Angebot.

Wann nutzen: Immer. Die erste E-Mail hat die höchste Öffnungsrate.

Transaktions-E-Mails

Bestellbestätigungen, Rechnungen, Versandbenachrichtigungen.

Wann nutzen: Bei E-Commerce oder Services.

Re-Engagement-E-Mails

Jemand hat lange nicht geöffnet. Du schickst eine E-Mail: "Bist du noch da?"

Wann nutzen: Alle 6–12 Monate.

Event-E-Mails

Einladungen, Erinnerungen, Follow-ups.

Wann nutzen: Bei Webinaren, Workshops, Veranstaltungen.

Die beste E-Mail ist die, die zur richtigen Zeit kommt. Nicht die schönste.

Wie man eine E-Mail-Liste aufbaut

1. Biete einen Grund zum Abonnieren

Nicht: "Abonniere unseren Newsletter."
Sondern: "Erhalte jeden Monat praktische Tipps für dein Business."

Menschen abonnieren nicht, weil du es willst. Sondern weil sie etwas bekommen.

2. Nutze Lead Magnets

Ein Lead Magnet ist ein Gratis-Angebot im Tausch gegen die E-Mail-Adresse.

Beispiele:
• E-Book oder Guide
• Checkliste
• Template
• Webinar
• Rabattcode

3. Formulare an den richtigen Stellen

• Auf der Startseite
• Am Ende von Blog-Artikeln
• Als Pop-up (aber nicht nervig)
• In der Footer

4. Mache es einfach

Frage nur nach E-Mail-Adresse. Nicht Name, Firma, Telefon. Je weniger Felder, desto höher die Conversion.

Eine E-Mail-Liste mit 100 engagierten Menschen ist besser als 10'000 desinteressierten.

Wie man gute E-Mails schreibt

Der Betreff entscheidet

40% der E-Mails werden nach dem Betreff geöffnet. Wenn der schlecht ist, liest niemand.

Schlechte Betreffs:
• "Newsletter Januar 2025"
• "Update"
• "Wichtige Information"

Gute Betreffs:
• "Wie du in 10 Minuten deine Website beschleunigst"
• "3 Fehler, die wir alle bei SEO machen"
• "Was wir diese Woche gelernt haben"

Faustregel: Maximal 50 Zeichen. Konkret. Neugierig machend.

Schreib wie du sprichst

Nicht: "Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie hiermit informieren..."
Sondern: "Hey, hier ist etwas, das dir helfen könnte..."

E-Mails sind persönlich. Schreib so.

Ein Ziel pro E-Mail

Nicht: "Lies diesen Artikel, schau dir das Video an, komm zum Event, und kaufe das Produkt."
Sondern: "Lies diesen Artikel."

Eine E-Mail, ein Ziel, ein Call-to-Action.

Tools für E-Mail Marketing

Für Einsteiger

Mailchimp: Kostenlos bis 500 Kontakte, einfach
Brevo (früher Sendinblue): Kostenlos bis 300 E-Mails/Tag

Für Fortgeschrittene

ConvertKit: Gut für Creator, ab $15/Monat
ActiveCampaign: Mächtige Automation, ab $29/Monat

Für Profis

HubSpot: All-in-One, teuer, ab $50/Monat
Klaviyo: Für E-Commerce, ab $20/Monat

Wichtige Kennzahlen

Öffnungsrate

Wie viele öffnen deine E-Mail?

Gut: 20–30%
Durchschnitt: 15–20%
Schlecht: Unter 10%

Klickrate

Wie viele klicken auf einen Link?

Gut: 3–5%
Durchschnitt: 1–3%
Schlecht: Unter 1%

Abmelderate

Wie viele melden sich ab?

Normal: 0.5–1%
Problem: Über 2%

Kennzahlen sind wichtig. Aber wichtiger ist: Werden deine E-Mails gelesen und geschätzt?

Rechtliches: DSGVO & Co.

Double Opt-in ist Pflicht

Jemand trägt seine E-Mail ein. Du schickst eine Bestätigungs-E-Mail. Erst wenn sie klicken, sind sie auf der Liste.

Das ist DSGVO-konform. Und es filtert Fake-Adressen raus.

Abmelde-Link ist Pflicht

Jede E-Mail braucht einen Abmelde-Link. Gut sichtbar. Im Footer.

Impressum ist Pflicht

Name, Adresse, Kontakt – im Footer jeder E-Mail.

Wenn du mit uns ein Projekt realisierst

Wir helfen dir, E-Mail Marketing aufzubauen, das funktioniert. Von der Strategie über das Setup bis zu den ersten E-Mails. Wir zeigen dir, wie du Listen aufbaust, gute E-Mails schreibst und Kennzahlen interpretierst.

Falls du unsicher bist, wo du anfangen sollst, beraten wir dich gerne unverbindlich.

Potenzial nach oben beim Firmenauftritt?

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