Warum eine Sitemap mehr ist als eine Liste von Seiten

Eine Sitemap ist kein Anhang – sie ist ein Plan

"Wir brauchen eine Sitemap." – "Okay, hier ist die Liste aller Seiten."

Das ist keine Sitemap. Das ist eine Aufzählung.

Eine gute Sitemap zeigt nicht nur, welche Seiten es gibt, sondern wie sie zusammenhängen. Was ist Hauptnavigation? Was ist Unterseite? Was ist wichtig, was sekundär?

Eine Sitemap ist wie ein Stadtplan. Nicht nur Strassen, sondern auch: Wie komme ich von A nach B?

Was eine gute Sitemap leistet

Eine gute Sitemap macht drei Dinge:

1. Sie zeigt die Struktur
Welche Seiten gibt es? Wie sind sie organisiert? Was hängt wo dran?

2. Sie hilft bei der Navigation
Wie viele Klicks braucht es von der Startseite zu jeder Unterseite? Gibt es Sackgassen?

3. Sie ist die Basis fürs Projekt
Wireframes, Design, Content, SEO – alles beginnt mit der Sitemap.

Die zwei Arten von Sitemaps

1. Visuelle Sitemap (für Menschen)

Eine Darstellung der Website-Struktur. Häufig als Diagramm oder Hierarchie.

Beispiel:
Startseite
└─ Über uns
└─ Leistungen
   └─ Webdesign
   └─ Branding
└─ Kontakt

Wofür: Planung, Abstimmung, Übersicht im Projekt

2. XML-Sitemap (für Suchmaschinen)

Eine technische Datei, die Google & Co. mitteilt, welche Seiten es gibt.

Beispiel:
sitemap.xml (eine Datei auf deiner Website)

Wofür: SEO, damit Suchmaschinen alle Seiten finden

Wichtig: Beide haben unterschiedliche Zwecke. Die visuelle Sitemap ist für Planung, die XML-Sitemap für Suchmaschinen.

Wo Sitemaps scheitern

Fehler 1: Zu flach

Alle Seiten direkt unter der Startseite. Keine Gruppierung, keine Hierarchie.

Das Problem: Unübersichtlich. Und schlecht für SEO.

Besser: Seiten in logische Gruppen sortieren.

Fehler 2: Zu tief

Startseite → Kategorie → Unterkategorie → Unterkategorie → Unterkategorie → Seite.

Das Problem: Niemand klickt sich durch 5 Ebenen.

Faustregel: Maximal 3 Klicks von der Startseite zu jeder Seite.

Die 3-Klick-Regel: Jede Seite sollte in maximal 3 Klicks erreichbar sein.

Fehler 3: Inkonsistente Benennung

"Services" auf einer Ebene, "Angebote" auf einer anderen. "Kontakt" hier, "Kontaktiere uns" dort.

Das verwirrt. Nutze konsistente Begriffe.

Wie man eine gute Sitemap erstellt

1. Sammle alle Seiten

Welche Seiten brauchst du? Schreib alles auf.

Typische Seiten:
• Startseite
• Über uns
• Leistungen/Produkte
• Referenzen/Projekte
• Blog
• Kontakt

2. Gruppiere logisch

Welche Seiten gehören zusammen?

Beispiel:
Leistungen
└─ Webdesign
└─ Branding
└─ SEO

Nicht: Webdesign als Hauptseite, Branding als Unterseite von "Über uns".

3. Definiere Hierarchie

Was ist wichtig? Was ist sekundär?

Hauptnavigation: Die wichtigsten Seiten
Unterseiten: Ergänzende Inhalte
Footer: Impressum, Datenschutz, etc.

4. Prüfe die Tiefe

Braucht jemand mehr als 3 Klicks? Dann vereinfache.

Eine gute Sitemap ist so einfach wie möglich – aber nicht einfacher.

Tools für visuelle Sitemaps

Figma (empfohlen)

Einfach, kollaborativ, kostenlos für Basics.

Miro

Gut für Workshops und Brainstorming.

Whimsical

Spezialisiert auf Diagramme und Sitemaps.

Papier und Stift

Für schnelle Entwürfe immer noch am besten.

XML-Sitemap: Was du wissen musst

Was ist eine XML-Sitemap?

Eine technische Datei, die Suchmaschinen zeigt, welche Seiten es gibt.

Beispiel:
deine-website.ch/sitemap.xml

Was gehört rein?

Alle wichtigen Seiten. Nicht:

• Nicht indexierbare Seiten (z.B. Dankeseiten)
• Duplikate
• Seiten mit noindex-Tag

Wie erstellt man sie?

Die meisten CMS (WordPress, Webflow, Shopify) erstellen sie automatisch.

Oder: Nutze Tools wie Screaming Frog oder XML-Sitemaps.com.

Wo reicht man sie ein?

Google Search Console: "Sitemaps" → URL eingeben → Senden.

Sitemap vs. Navigation – Was ist der Unterschied?

Sitemap: Alle Seiten. Die komplette Struktur.
Navigation: Die wichtigsten Seiten. Was Nutzer sehen.

Beispiel:
Sitemap: 50 Seiten
Hauptnavigation: 5–7 Seiten

Nicht alles aus der Sitemap muss in die Navigation. Aber alles in der Navigation ist in der Sitemap.

Wann du deine Sitemap überarbeiten solltest

Eine Sitemap sollte aktualisiert werden, wenn:

• Neue Inhalte hinzukommen
• Seiten gelöscht werden
• Die Struktur unübersichtlich wird
• SEO-Probleme auftreten (Seiten nicht gefunden)

Faustregel: Einmal jährlich prüfen. Bei grösseren Änderungen sofort anpassen.

Eine Sitemap ist kein Einmal-Dokument. Sie wächst mit der Website.

Wenn du mit uns ein Projekt realisierst

Wir entwickeln Sitemaps, die nicht nur zeigen, welche Seiten es gibt, sondern wie sie sinnvoll zusammenhängen. Das heisst: Klare Hierarchie, durchdachte Navigation, SEO-optimiert.

Falls du unsicher bist, ob deine Website-Struktur noch zeitgemäss ist, beraten wir dich gerne unverbindlich.

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