Schema.org stellt ein gemeinsames Vokabular für strukturierte Daten bereit. Damit lässt sich beispielsweise kennzeichnen, dass eine Seite ein Unternehmen, einen Artikel, ein Produkt oder eine Veranstaltung beschreibt. JSON-LD ist ein häufig verwendetes Format, um solche Angaben im Code einer Webseite zu hinterlegen.
Die Angaben ergänzen den sichtbaren Inhalt. Sie ersetzen weder gute Texte noch eine verständliche Seitenstruktur. Was im Markup steht, sollte zur tatsächlich sichtbaren Seite passen und aktuell sein.
Was im Code steht, muss auch auf der Seite stimmen.
Google nutzt strukturierte Daten, um Informationen auf Seiten besser zu verstehen. Bei bestimmten unterstützten Inhaltstypen können sie ausserdem eine Voraussetzung für zusätzliche Darstellungen in der Suche sein.
Selbst ein technisch gültiges Markup garantiert aber weder ein Rich Result noch eine bestimmte Platzierung oder Klickrate. Prüfe deshalb zuerst, ob Google für deinen Inhalt überhaupt eine entsprechende Suchfunktion dokumentiert.
Für ein KMU kommen je nach Seite beispielsweise Organization für Angaben zum Unternehmen, LocalBusiness für einen Standort, Article für redaktionelle Beiträge oder Product für passende Produktseiten infrage. Nicht jeder Schema.org-Typ führt zu einer besonderen Darstellung bei Google.
Ein Beispiel: Auf einer Unternehmensseite können Name, URL, Logo und Kontaktangaben ausgezeichnet werden, sofern sie zum Auftritt passen. Auf einem Magazinbeitrag lassen sich etwa Titel, Autorin oder Autor und Veröffentlichungsdatum beschreiben. Für Produktpreise, Bewertungen und weitere Spezialfälle gelten zusätzliche Vorgaben.
Veraltete Öffnungszeiten, Angaben zu unsichtbaren Angeboten oder fremde Bewertungen sind keine gute Grundlage. Auch mehrere widersprüchliche Markups auf derselben Seite machen die Daten unzuverlässig.
Wichtig ist die Übereinstimmung zwischen sichtbarem Inhalt und Code. Wenn sich Adresse, Angebot oder Datum ändern, solltest du die strukturierten Daten mit aktualisieren.
Wenn du Telefonnummer, Logo und Adresse deiner Firma auf der Webseite pflegst, kannst du diese Angaben zusätzlich strukturiert bereitstellen.
Für mehrere Standorte solltest du prüfen, welche Angaben zum ganzen Unternehmen und welche zum einzelnen Standort gehören. Einheitlichkeit hilft dabei, widersprüchliche Kontaktinformationen zu vermeiden. Der Nutzen liegt zuerst in klaren Daten, nicht in einer versprochenen Platzierung.
Ein Magazinbeitrag hat Titel, Datum und eine verantwortliche Person. Sind diese Angaben sichtbar und korrekt gepflegt, können passende Article-Daten sie im Code beschreiben.
Eine redaktionelle Aktualisierung darf dabei nicht einfach als neues Veröffentlichungsdatum ausgegeben werden, wenn sich der Inhalt nicht entsprechend geändert hat. Achte darauf, dass Beschreibung und Markup zur tatsächlich angezeigten Version passen.
Schema-Markup ergänzt gute Seiteninhalte und gehört zu den Werkzeugen der technischen SEO.
Für ein öffentliches Event sind Datum, Ort und der Weg zur Anmeldung wesentlich. Bei Produkten spielen unter anderem Preis und Verfügbarkeit eine Rolle. Solche Angaben ändern sich und müssen mit der Seite synchron bleiben.
Ein Markup, das eine alte Veranstaltung oder einen nicht mehr gültigen Preis beschreibt, hilft niemandem. Prüfe vor der Einführung auch, ob für deinen Inhalt eine unterstützte Google-Funktion mit konkreten Anforderungen existiert.
Lege fest, wer Änderungen an Unternehmensdaten, Events oder Angeboten im CMS übernimmt und ob das Markup aus denselben Feldern gespeist wird. Bei vielen Beiträgen kann eine Vorlage Fehler vermeiden; sie sollte aber nur Werte ausgeben, die für den jeweiligen Artikel vorhanden und korrekt sind.
Kontrolliere nach Änderungen einige echte URLs und nicht bloss die Vorlage. So erkennst du fehlende Felder, veraltete Angaben und Unterschiede zwischen dem sichtbaren Text und den strukturierten Daten.
In der Search Console kannst du veröffentlichte Seiten prüfen und bei unterstützten Suchfunktionen Hinweise auf Probleme erhalten. Nicht jeder Schema.org-Typ hat dort einen eigenen Bericht. Ergänze technische Prüfungen deshalb mit einer inhaltlichen Kontrolle der Seite.
Der Rich Results Test bestätigt die technische Eignung für bestimmte Google-Funktionen; er verspricht keine Anzeige im Suchergebnis.
Besonders bei Bewertungen sind die Regeln eng: Selbst vergebene oder eingebettete Rezensionen des eigenen Unternehmens berechtigen nicht automatisch zu Sternen in der organischen Suche. Auch FAQ-Markup ist keine allgemeine Abkürzung zu mehr Sichtbarkeit.
Im Alltag ist die Reihenfolge einfach: Inhalte aktuell halten, passende strukturierte Daten ergänzen und nach Änderungen testen. Ohne aktuellen, hilfreichen Seiteninhalt kann Markup die Qualität des Auftritts nicht ersetzen.
Die offiziellen Vorgaben findest du in Googles Einführung in strukturierte Daten und den allgemeinen Richtlinien.
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