Schritt für Schritt zur eigenen Online-Präsenz

Du gründest eine Firma? Damit beim digitalen Firmenstart nichts vergessen geht, haben wir die wichtigsten Grundlagen für dich zusammengestellt.

Beispielbild zum Thema digitaler Auftritt für Start-up in der Schweiz
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1. Firmennamen prüfen

Bevor du eine Domain registrierst oder ein Logo gestalten lässt, solltest du deinen Firmennamen sorgfältig prüfen.

Achte darauf, dass der Name einfach verständlich ist, gut ausgesprochen werden kann und zu deinem Angebot passt. Prüfe auch, ob bereits andere Unternehmen mit einem sehr ähnlichen Namen aktiv sind. Das ist wichtig, damit du später nicht mit Verwechslungen oder rechtlichen Problemen konfrontiert wirst.

Für die erste Prüfung kannst du beispielsweise Google, das Handelsregister, Markenregister und verfügbare Domains nutzen. Wenn der Name langfristig wichtig ist, lohnt sich zusätzlich eine rechtliche Abklärung.

2. Domain registrieren

Sobald der Name feststeht, solltest du die passende Domain sichern. Für Schweizer Unternehmen ist eine .ch-Domain meistens die wichtigste Wahl. Je nach Firma kann zusätzlich auch .swiss oder .com sinnvoll sein.

Registrieren kannst du Domains beispielsweise bei Hostpoint, Infomaniak, Cyon oder einem anderen Registrar. Wichtig ist, dass die Domain auf dich beziehungsweise deine Firma registriert wird und du jederzeit Zugriff auf die Verwaltung hast.

Sichere wenn möglich auch naheliegende Varianten, damit dir diese später niemand wegschnappt.

Checkliste:

  • .ch-Domain registrieren
  • Falls sinnvoll zusätzlich .swiss oder .com sichern
  • Domain auf die Firma registrieren
  • Zugangsdaten sicher dokumentieren

3. Professionelle E-Mail-Adressen einrichten

Eine professionelle E-Mail-Adresse wirkt deutlich seriöser als eine private Gmail-, Bluewin- oder Outlook-Adresse.

Statt:

info.meinefirma@gmail.com

besser:

info@meinefirma.ch

Für den Start reichen oft wenige Adressen.

Empfehlung:

  • info@
  • kontakt@
  • rechnung@
  • vorname@deinefirma.ch

Achte darauf, dass E-Mail, Kalender und Kontakte sauber eingerichtet sind. Für viele Unternehmen eignen sich Microsoft 365 oder Google Workspace.

4. Grundlegendes Erscheinungsbild definieren

Du brauchst nicht sofort ein umfangreiches Corporate Design. Einige Grundlagen solltest du aber bereits zu Beginn festlegen.

Dazu gehören:

  • Logo
  • Farben
  • Schriftarten
  • Bildstil
  • Icons
  • Tonalität
  • Vorlagen für Dokumente

Ein einheitlicher Auftritt sorgt dafür, dass deine Firma professionell wirkt und wiedererkannt wird.

5. Webseite planen

Bevor die Webseite umgesetzt wird, solltest du überlegen, welche Inhalte wirklich notwendig sind.

Für viele Unternehmen reichen zum Start folgende Seiten:

  • Startseite
  • Angebot oder Leistungen
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum

Überlege dir ausserdem:

  • Wer ist deine Zielgruppe?
  • Welche Fragen haben potenzielle Kunden?
  • Welche Informationen müssen sofort sichtbar sein?
  • Was soll ein Besucher als Nächstes tun?

6. Webseite umsetzen

Deine Webseite muss am Anfang nicht riesig sein. Sie sollte aber professionell wirken, auf dem Smartphone funktionieren und einfach zu bedienen sein.

Achte besonders auf:

  • Responsive Darstellung
  • Schnelle Ladezeiten
  • Übersichtliche Navigation
  • Verständliche Texte
  • Gut sichtbare Kontaktmöglichkeiten
  • Einfache Pflege der Inhalte

Plane die Webseite so, dass sie später problemlos erweitert werden kann – beispielsweise mit Referenzen, News, einem Online-Shop oder zusätzlichen Dienstleistungen.

7. Texte schreiben

Viele neue Unternehmen beschreiben hauptsächlich sich selbst. Für Besucher ist aber wichtiger, welchen Nutzen sie erhalten.

Beantworte deshalb möglichst früh diese Fragen:

  • Was bietest du an?
  • Für wen ist dein Angebot gedacht?
  • Welches Problem löst du?
  • Warum sollen Kunden dir vertrauen?
  • Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
  • Wie kann man dich kontaktieren?

Schreibe verständlich und vermeide unnötige Fachbegriffe.

8. Google-Unternehmensprofil erstellen

Wenn du lokal tätig bist, gehört ein Google-Unternehmensprofil unbedingt dazu. Damit wirst du bei Google Maps und lokalen Suchanfragen deutlich besser gefunden.

Fülle dein Profil möglichst vollständig aus.

Dazu gehören:

  • Firmenname
  • Kategorie
  • Adresse oder Einzugsgebiet
  • Telefonnummer
  • Webseite
  • Öffnungszeiten
  • Beschreibung
  • Logo
  • Fotos
  • Leistungen

Bitte auch erste Kundinnen und Kunden frühzeitig um Bewertungen. Diese tragen wesentlich zur Sichtbarkeit und zum Vertrauen bei.

9. Social Media auswählen

Du musst nicht auf jeder Plattform vertreten sein. Konzentriere dich lieber auf diejenigen Kanäle, auf denen sich deine Zielgruppe tatsächlich bewegt.

Je nach Branche eignen sich beispielsweise:

  • LinkedIn
  • Instagram
  • Facebook
  • TikTok
  • YouTube
  • Pinterest

Lieber ein oder zwei Kanäle regelmässig pflegen als viele Profile erstellen und später nicht mehr aktualisieren.

10. Fotos und Bildmaterial erstellen

Professionelle Bilder schaffen Vertrauen und machen deine Firma persönlicher.

Plane möglichst früh Bilder für:

  • Webseite
  • Google-Unternehmensprofil
  • Social Media
  • Offerten
  • Präsentationen
  • Drucksachen

Wenn möglich solltest du eigene Bilder verwenden und nicht ausschliesslich auf Stockfotos setzen.

11. Lokale SEO berücksichtigen

Viele wichtige SEO-Grundlagen werden bereits beim Aufbau der Webseite gelegt.

Achte deshalb auf:

  • Sinnvolle Seitenstruktur
  • Verständliche URLs
  • Aussagekräftige Seitentitel
  • Regionale Suchbegriffe
  • Schnelle Ladezeiten
  • Optimierte Bilder
  • Interne Verlinkungen

Wenn du beispielsweise in Bern tätig bist, sollte dies auf deiner Webseite klar ersichtlich sein.

12. Rechtliche Grundlagen prüfen

Auch kleine Webseiten benötigen einige rechtliche Grundlagen.

Dazu gehören meistens:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Hinweis (falls erforderlich)
  • Hinweise zu Formularen und externen Diensten

Je nach Branche können zusätzliche Anforderungen gelten.

13. Digitale Arbeitswerkzeuge einrichten

Neben Marketing und Webseite brauchst du auch eine funktionierende digitale Arbeitsumgebung.

Prüfe frühzeitig folgende Themen:

  • Microsoft 365 oder Google Workspace
  • Cloud-Speicher
  • Passwortmanager
  • Backup-Lösung
  • Buchhaltungssoftware
  • Rechnungsvorlagen
  • Projektverwaltung
  • Videokonferenz-Lösung

Lege möglichst alle Konten direkt auf deine Firma an und nicht auf private E-Mail-Adressen.

14. Analyse und Erfolgsmessung einrichten

Du solltest von Anfang an nachvollziehen können, wie Besucher auf deine Webseite gelangen und wie sie diese nutzen.

Sinnvolle Werkzeuge sind beispielsweise:

  • Google Search Console
  • Google Analytics oder eine datenschutzfreundliche Alternative
  • Conversion-Tracking
  • Monitoring für technische Fehler

Auch wenn du diese Daten am Anfang noch wenig nutzt, bilden sie eine wichtige Grundlage für spätere Optimierungen.

15. Zugangsdaten sauber dokumentieren

Gerade junge Unternehmen verlieren häufig den Überblick über ihre verschiedenen Logins.

Halte deshalb folgende Informationen zentral fest:

  • Domain-Zugang
  • Hosting-Zugang
  • E-Mail-Verwaltung
  • Webseiten-Zugang
  • Google-Konto
  • Social-Media-Konten
  • Passwortmanager
  • Zahlungsinformationen

Das spart später viel Zeit und verhindert unnötigen Aufwand.

Fazit

Der digitale Firmenstart umfasst weit mehr als nur eine Webseite. Domain, E-Mail, Branding, Google-Unternehmensprofil, Social Media, Suchmaschinenoptimierung und die richtigen digitalen Werkzeuge bilden zusammen das Fundament deiner Online-Präsenz.

Wenn diese Grundlagen von Anfang an sauber aufgebaut werden, kannst du dein Unternehmen professionell präsentieren und schaffst beste Voraussetzungen, um online gefunden zu werden.

Du möchtest dich lieber auf dein Kerngeschäft konzentrieren?

Namo unterstützt dich gerne beim digitalen Firmenstart. Ob einzelne Themen wie Branding, Webseite, Fotografie oder SEO oder die komplette Begleitung vom Firmennamen bis zum fertigen Online-Auftritt – wir helfen dir dabei, deine digitale Präsenz von Anfang an professionell aufzubauen.

Autor:in
Alex
Alex
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